BNN-Wandertips - Odenwald: Diesseits und jenseits des Neckars

BNN-Wandertips

 

Rundwanderung im Odenwald
Zur Ruine der Raubritterburg

Aus dem Wanderbuch "Wandern im Odenwald" - Tour 11

Neckarsteinach. Die Vierburgenstadt am südlichsten Zipfel von Hessen ist das Ziel der heutigen Neckartalwanderung, zu der wir vom badischen Neckargemünd aus starten wollen.

Vom Bahnhof aus gehen wir in östlicher Richtung. Bei der großen Kreuzung folgen wir dem "roten Punkt" des Odenwaldklubs geradewegs in die Altstadt. Wir überqueren die Elsenz und gehen am Hanfmarkt links zum Neckarufer. Am Ufer wandern wir an der Außenmauer der Stadt entlang und unter der Eienbahnbrücke hindurch zur Straße nach Dilsberg. Rechts, dann bei der Bushaltestelle die Treppen hinauf zum Schulzentrum.

Nun zusätzlich mit dem "gelben R" des linken Neckarrandweges wandern wir linkshaltend durch das Neubaugebiet weiter bergauf, dann erneut über einige Stufen in den Wald. Noch etwas weiter aufwärts, dann haben wir die Bockfelsenhütte hoch über dem Neckar erreicht. Die Altstadt von Neckargemünd liegt uns zu Füßen. Jetzt ist unser Weg eben und führt geradewegs in östlicher Richtung durch den Wald. Nach gut einer Viertelstunde endet der Weg und wir steigen kurz an, dann linkshaltend kurz durch einen Pfad. Vorbei an einem Brunnen, dann geht es wieder bergab. Kurz danach scharf links und schon bald haben wir die ersten Häuser von Rainbach erreicht. Gleich schicken uns die Markierungen wieder scharf rechts, durch die Lochmühle hindurch und nun ansteigend vorbei an einem Wasserbehälter.

Wir überqueren erneut die Fahrstraße nach Dilsberg. Hinter dem Omnibusbetrieb müssen wir rechts. Nun beginnt der steilste Teil des Aufstieges. Wenn wir Dilsberg schon kennen, dann können wir nach wenigen Metern dem "gelben R" nach links folgen bis wir das "rote Quadrat" erreichen. Es umrundet den Bergsporn auf der nördlichen Seite.

Kennen wir Dilsberg noch nicht, steigen wir mit dem "roten Kreuz" weiter hinauf. Oben angekommen gehen wir rechts an der Außenmauer des befestigten Städtchens an einem Gasthaus vorbei. Danach folgen wir nun dem "roten Quadrat" durch das Stadttor in den alten Ortskern. Nach der Besichtigung der alten Stadt und ihrer Burganlage verlassen wir Dilsberg auf der anderen Seite und steigen von der Linde im Zick-Zack hinab. Unterwegs kreuzen wir das "gelbe R" und kommen wieder hinab zum Neckar. Über die Schleuse gelangen wir nach Hessen in die Vierburgenstadt Neckarsteinach und folgen nun dem "weißen umgekehrten T". Drüben links und entlang der Bundesstraße zum Bahnhof und wenig später links durch den historischen Kern des Neckarstädtchens und zum Rathaus wieder an der Bundesstraße. Kurz danach führt der Burgweg hinauf zu den vier Burgen, von denen sie ihren Beinamen hat. Die Burgen waren Familiensitze der verschiedenen Zweige der Herren von Steinach und wurden zwischen 1100 und 1230 erbaut.

Vorbei an der noch bewohnten Mittelburg halten wir uns links und gelangen rasch zur Ruine Hinterburg. Weiter folgen wir dem "weißen T" zur Raubritter-Burgruine Schadeck, die wegen ihrer Lage an einem steilen Berghang den Beinamen "Schwalbennest" trägt. Seit der Mittelburg begleitet uns nun auch das "rote R" des rechten Neckarrandweges.

Hinauf zu einem Forstweg, dann linkshaltend weiter. Kurz danach führt ein Pfad nach links. Hier verlief früher das "rote R". Da aber hier Bannwald ist und umgefallene Bäume nicht entfernt werden, mußte die Markierung verlegt werden und führt nun gemeinsam mit dem "weißen T" weiter bergauf. Das Pfädchen kann aber auf eigene Gefahr und mit der nötigen Vorsicht durchaus begangen werden. Deshalb gehen wir nach links und folgen dem Pfad langsam abwärts, halten uns bei einer Verzweigung erst rechts, bis wir in der Nähe des Waldrandes die Kehre einer Forststraße erreichen. Hier nehmen wir den linken Weg und folgen der "gelben 6" und kommen nach einer Weile aus dem Wald zu einem Parkplatz "Büdel-Ebert-Heim" am Ortsrand von Kleingemünd. Kurz zuvor haben wir die Landesgrenze überschritten und sind wieder auf badischem Gebiet. Wir verlassen die "gelbe 6" und wandern hinter den Häusern bergab, dabei leitet uns der "blaue Strich". Ihm folgen wir zur Bundesstraße und über den Neckar hinüber nach Neckargemünd und wieder zum Bahnhof.

 

Wanderung :

Von Neckargemünd über Rainbach, Dilsberg, Neckarsteinach und die vier Burgen wieder nach Neckargemünd.

Wanderzeit :

etwa 4 Stunden (14 km).

gesamter Höhenanstieg :

etwa 400 Meter.

Schwierigkeiten :

steiler Anstieg zum Dilsberg.

Einkehrmöglichkeiten :

Rainbach (unten im Ort, etwas abseits vom Wanderweg), Dilsberg, Neckarsteinach, Kleingemünd, Neckargemünd.

Kartenmaterial :

Freizeitkarte 1 : 50.000 Blatt F 513 "Mannheim-Heidelberg" des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg. Topographische Freizeitkarte 1 : 20.000 mit Wanderwegen, Blatt TF 20-12 Heidelberg (Neckartal-Odenwald), herausgegeben vom Hessischen Landesvermessungsamt.

Sehenswürdigkeiten :

Altstädte von Neckargemünd und Neckarsteinach, Burgruinen Hinterburg und Schadeck (die anderen beiden können nicht besichtigt werden).
Dilsberg (von Mauern umgebene alte Stadt auf einem Umlaufberg des Neckars mit seiner Burganlage und einem unterirdischen 78 m langen Brunnenstollen, die gegen Eintritt besichtigt werden können).

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln :

Mit der Bundesbahn über Heidelberg nach Neckargemünd (stündlicher Zugverkehr).

Fahrkarten :

Für die Wanderung eignet sich das Baden-Württemberg-Ticket der Bahn.

Anreise mit dem Auto :

Karlsruhe - A 5 - Ausfahrt Heidelberg/ Schwetzingen - Heidelberg - B 37 - Neckargemünd, Parkmöglichkeiten beim Bahnhof oder am Neckarufer.

Zusätzlicher Tip :

Anreise von Heidelberg nach Neckargemünd mit dem Schiff, das von der Schiffsanlegestelle bei der Stadthalle in Heidelberg abfährt (Haltestelle Kongresshaus - vom Bahnhof mit Bus-Linie 32).

Informationen :

Rhein-Neckar-Fahrgastschiffahrt Heidelberg, Tel.: (06221) 2 01 81 oder (06229) 526

zurück zur Tourenauswahl.


Die deutschen Landesvermessungsämter haben auf Grundlage der Topographischen Karte 1 : 50.000 eine Serie von 14
CD-ROMs herausgegeben. Zu diesen CD-ROMs können Sie sich hier ein Overlay mit dem genauen Verlauf des Wandervorschlages für Ihren privaten Gebrauch und zu Ihrer Tourenplanung herunterladen.

Für den Download bitte einmal auf das Top50-Logo klicken, bzw. mit der rechten Maustaste auf das Logo drücken und dann im Kontextmenü wählen "Ziel speichern unter...":

Overlay mit dem Wegverlauf zum Herunterladen

Wenn Sie auf die grüne Kuh klicken, finden Sie einen Link zur Seite der GPSies, auf der die Strecke auf GoogleMaps betrachtet und ein Overlay für diese Tour in vielen anderen Datenformaten heruntergeladen werden kann.

GPSies - Tracks for Vagabonds

 

Dieser Wandertip ist am 17. Dezember 1998 erschienen.

nach oben


Webmaster:
webmaster@carsten-wasow.de