Weitwanderweg Odenwald - Vogesen

 

Die Wandertage im Einzelnen

4. Tag:

Weinheim - Wilhelmsfeld

18,1 km

Weinheim, Dürreplatz - 3,2 km - Zinkgräfsbank - 3,5 - Am Kalten Stein - 3,1 - Oberflockenbach, Rathaus - 2,1 - Eichelbergturm - 1,1 - Hohe Straße/ Krzg. E 1 - 1,7 - Altenbach, Kirche - 3,4 - Wilhelmsfeld, Schriesheimer Hof/ Krzg. E 1

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Wir wandern vom Dürreplatz auf der Hauptstraße in die Altstadt. Beim Parkplatz und dem Heimatmuseum links in die Judengasse und später rechts in die Gerbergasse. Wir marschieren durch das spätmittelalterliche Gerberviertel weiter in die Sigmund-Wendt-Straße und beim Geburtshaus von Friedrich Schlatter, dem Alterspräsidenten des badischen Landtages von 1845, dann rechts zurück zur Hauptstraße, die uns links zur ehem. Stadtmühle bringt. Hier zeigen die Markierungen rechts und schicken uns über Stufen in den Schloßpark und durch den Heilkräutergarten. Bei der Fontäne gehen wir links und verlassen den Schloßgarten wieder durch seinen Hinterausgang. Doch sollten wir nicht versäumen, der großen Libanonzeder einen Besuch abzustatten, die wir am westlichen Parkeingang finden.

      Im Jahr 1872 hatte Christian Freiherr von Berckheim hier mit dem Anbau fremdländischer Baumarten begonnen. Er wollte testen, inwieweit fremdländische Baumarten aus allen Erdteilen im sich nicht gerade von Artenreichtum auszeichnenden mitteleuropäischen Wald gedeihen können. Es folgten weitere Anbauperioden, fortgesetzt durch die Landesforstverwaltung, die den Exotenwald 1955 erworben hat. Auf dem zuvor landwirtschaftlich genutzten Gelände wachsen rund 130 Baumarten, darunter sogar prächtige Riesenmammutbäume. Eine Kultur von Libanon-Zedern fiel dem Frostwinter 1879 / 80 zum Opfer, lediglich ein Exemplar im Schloßpark hat überlebt und ist heute als "größte Libanonzeder Deutschlands" eine viel bestaunte Sehenswürdigkeit geworden.

Unser Weg führt am Hinterausgang rechts zum Rand des Exotenwaldes. Wo sich die Wanderwege gabeln, wir nehmen den linken Weg, der anfangs geteert, dann geschottert in einer langen Schleife durch diesen aus herrlichen exotischen Bäumen bestehenden Wald aufwärtsführt. Beim Forstrat-Wendt-Pavillion und dem 55 m hohen Mammutbaum müssen wir scharf links und nach 100 Metern erneut. Dieser Weg bringt uns zum Waldrand, den wir bei einer Schranke und der Zinkgräfsbank erreichen.
Hier verabschiedet sich das "blaue B" des Burgenweges endgültig von uns und führt geradeaus oberhalb der Bergstraße in Richtung Lützelsachsen, während der "rote Strich links in den Wald zeigt, wo wir gleich rechts in den "Oberen Geiersbergweg" einschwenken. Langsam steigt der Weg an, wird nach gut einer Viertelstunde flacher und dreht nach links ab. Oben angekommen liegt bald zur Linken versteckt der Pavillon auf dem Goldkopf, zu dem ein Stichweg hinaufführt, dann kommen wir an eine Wegkreuzung, wo wir kurz auf einem Forstweg nach links, gleich wieder rechts und in Windungen weiter durch den Wald wandern. Nach einiger Zeit schickt uns die Markierung dann links hinaus ins Freie.
Beim Bildstock
"Kalter Hergott" überqueren wir die Verbindungsstraße von Ritschweier nach Oberkunzenbach, das wir zuvor links unterhalb des Weges gesehen haben und haben einen schönen Blick über die Hügellandschaft. Geradewegs wieder in den Wald, dann ein Stückchen am Rand und schon überqueren wir die Kreisstraße Ritschweier - Oberflockenbach und gehen drüben am Waldrand bergauf, halten uns im Wald dann links und kommen so wieder an die Straße, auf der wir dann einige Meter nach rechts gehen. Nach einem Blick in die Rheinebene verlassen wir das Sträßchen und wandern links durch ein Waldstück zum Sportplatz. Um das Fußballfeld herum, dann aber nicht gleich in den Ort, sondern auf dem Betonweg noch ein Stückchen oberhalb und nochmals durch ein Wäldchen. Danach kommen wir mit Blick über das Dorf zu den Häusern von Oberflockenbach.
Hier nun links in die "Großsachsener Straße" und vorbei am Rathaus, dann schneiden wir eine Schleife der "Steinklinger Straße" ab und gelangen zu einer Kirche, dort gehen wir nach rechts in den "Eichelbergweg" und aus dem Ort heraus und kurz bergauf. Vor uns liegt unser nächstes Ziel, der Eichelberg. Am Ende des Teerweges weist ein Wegweiserstein zwar nach links, doch unsere Markierung zeigt nach rechts in den Wald. Wir bleiben aber nicht auf dem Schotterweg, sondern gehen geradewegs ein recht steiles Pfädchen hinauf, das oben nach Kreuzen eines Forstweges nach links abdreht und uns auf der Zufahrtsstraße abliefert. Hier zeigt ein Stein nach rechts und nach weiteren fünf Minuten auf dem steilen Sträßchen haben wir den
Eichelbergturm (525m) erreicht.

      Der Aussichtsturm "Mannheimer Hütte", ein massiver Bau mit einer Höhe von 10 Metern wurde 1911 erbaut, er ist Sonntags von Ostern bis Ende November (für Gruppen auf Anmeldung) bewirtschaftet.

Nachdem wir uns im Turm gestärkt haben und die Aussicht bewundert haben, gehen wir hinter dem Turm über ein Pfädchen im Zickzack hinab zu einem Forstweg, dem wir dann nach links folgen. Bald weist ein Schild auf den nahen "Wildleutstein" hin.

      Der Wildleutstein ist eine Granitfelsgruppe am hinteren Eichelbergkopf. Hier sollen vor etlichen Jahrhunderten Flüchtlinge gehaust haben. Die Sage erzählt, daß ein großer Hund in der Höhle unter dem Granitblock einen Schatz bewacht.

Unser Wanderweg bleibt auf dem Forstweg, der uns aus dem Wald heraus mit Blick zum Katzenbuckel rechts zur Wegkreuzung an der Hohen Straße bringt. Nun beginnt ein etwas beschwerlicher Abschnitt in unserem Wanderweg, denn er führt über Altenbach, das tief unten im Tal liegt, wieder hinauf nach Wilhelmsfeld.

      Allerdings können wir diesen Weg umgehen, indem wir hier dem Europäischen Fernwanderweg Nr. 1 folgen, der oben auf der Höhe bleibt und vorbei am Hirtenstein und über das Naturfreundehaus Kohlhof nach Wilhelmsfeld führt.

Unsere Markierung schickt uns nach rechts. Es geht wieder bergab. Bald schwenkt der Weg nach rechts um und wir kommen an eine Gabelung. Der "gelbe senkrechte Doppelstrich" verläßt uns nach rechts, während wir unserem Zeichen bald nach links aus dem Wald heraus folgen. Vor uns sehen wir den Weißen Stein mit seinem Fernmeldeturm, dann haben wir bald den oberen Rand der Bebauung von Altenbach erreicht. Auf dem "Bärsbacher Weg", dann links und gleich rechts, durch einen Fußweg geht es bald steil hinab zur Kirche des Schriesheimer Stadtteils.

      Hier befindet sich die Haltestelle des OEG-Busses nach Schriesheim.

Der Wanderweg führt wenige Meter nach links versetzt durch die "Kippstraße" wieder aufwärts. Bei einem Kreuz linkshaltend weiter. Im Ort ist der Weg recht steil, doch kommen wir bald wieder in den Wald. Kurz durch eine Streuobstwiese, dann halten wir uns - wieder im Wald - links. Später nochmals links wandern wir durch einen Hohlweg, dem Grenzweg, der bald geschottert ist unterhalb des Altenbacher Spotplatzes weiter zu einem Parkplatz. Hier nehmen wir nicht den Teerweg, sondern auf einem Waldweg, der eben am Hang entlang unterhalb der Landstraße verläuft. Am Waldrand gehen wir dann weiter bis zum Parkplatz "Am Forsthausweg" mit dem Brunnen. Hier gehen wir links auf die Landstraße von Schriesheim und gelangen rasch nach Wilhelmsfeld. Am Ortseingang geht es geradeaus zum Schriesheimer Hof. Unsere Markierung zeigt zwar rechts in die Ziegelhäuser Straße und führt am Ortsende beim letzten Haus kurz links um auf den Europäischen Fernwanderweg Nr. 1 zu treffen, doch interressiert uns dies erst am nächsten Wandertag.

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zum nächsten Wandertag.

Text: © Carsten Wasow 2002


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